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Themenübersicht

Im Kapitel Chemisches Gleichgewicht lernst du, wie reversible Reaktionen in einem dynamischen Gleichgewicht ablaufen, wie das Massenwirkungsgesetz die Gleichgewichtslage quantitativ beschreibt und wie das Prinzip von Le Chatelier vorhersagt, wie sich das Gleichgewicht bei Störungen verschiebt. Als große Anwendung lernst du die Ammoniaksynthese (Haber-Bosch-Verfahren) kennen.

Chemisches Gleichgewicht

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Kapitel 1

Umkehrbare Reaktionen

Nicht alle Reaktionen verlaufen in nur eine Richtung. Umkehrbare Reaktionen laufen gleichzeitig in Hin- und Rückrichtung ab – der erste Schritt zum Verständnis des chemischen Gleichgewichts.

Kapitel 2.1–2.4

Das dynamische Gleichgewicht

Im dynamischen Gleichgewicht laufen Hin- und Rückreaktion gleich schnell ab – die Konzentrationen bleiben konstant. Experimente mit Schwefelsäure und der Stechheberversuch machen das sichtbar.

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Kapitel 2.5

Estergleichgewicht

Essigsäure + Ethanol ⇌ Ethylacetat + Wasser – ein klassisches Beispiel für ein Gleichgewicht in der organischen Chemie.

2.5 Estergleichgewicht →
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Kapitel 2.6 / 2.7

Schreibweise & Kollisionsmodell

Wie schreibt man Gleichgewichtsreaktionen? Warum laufen manche Reaktionen schneller ab als andere? Das Kollisionsmodell erklärt Reaktionsgeschwindigkeit und Katalyse.

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Kapitel 2.9 / 2.10

Gleichgewichtsverschiebung

Was passiert, wenn man Konzentration, Druck oder Temperatur ändert? Am Beispiel Benzoesäure und allgemeinen Zahlenbeispielen wird gezeigt, wie das Gleichgewicht reagiert.

Kc=[C]c[D]d/[A]a[B]b Kc=[C]c[D]d/[A]a[B]b Kc=[C]c[D]d/[A]a[B]b

Kapitel 2.11–2.14

Prinzip von Le Chatelier & Massenwirkungsgesetz

Das Prinzip von Le Chatelier fasst die Gleichgewichtsverschiebung allgemein zusammen. Das Massenwirkungsgesetz gibt der Gleichgewichtskonstante Kc eine exakte mathematische Form – und ermöglicht quantitative Berechnungen.

N₂+3H₂⇌2NH₃  N₂+3H₂⇌2NH₃  N₂+3H₂⇌2NH₃   N₂+3H₂⇌2NH₃  N₂+3H₂⇌2NH₃  N₂+3H₂⇌2NH₃   N₂+3H₂⇌2NH₃  N₂+3H₂⇌2NH₃  

Kapitel 2.15 · Anwendung

Ammoniaksynthese (Haber-Bosch-Verfahren)

N2 + 3 H2 ⇌ 2 NH3 – das technisch bedeutsamste Gleichgewichtsverfahren der Welt. Wie nutzt man Le Chatelier und das MWG, um optimale Reaktionsbedingungen zu finden?

2.15 Ammoniaksynthese →

Auf einen Blick – die Kernkonzepte

Dynamisches GG

Hin- und Rückreaktion laufen gleich schnell → Konzentrationen konstant, Reaktionen gehen weiter

Le Chatelier

Störung → Gleichgewicht verschiebt sich gegen die Störung

Massenwirkungsgesetz

Kc = [C]c[D]d / [A]a[B]b
Kc ist temperaturabhängig

Haber-Bosch

Hoher Druck (↑ Ausbeute), aber hohe Temperatur (↑ Geschwindigkeit, ↓ Ausbeute) → Kompromiss ~450 °C, ~200 bar

Häufige Fragen – Chemisches Gleichgewicht

Was ist ein dynamisches Gleichgewicht?

Im dynamischen Gleichgewicht laufen Hin- und Rückreaktion gleichzeitig und mit gleicher Geschwindigkeit ab. Die Konzentrationen aller Stoffe bleiben konstant – aber nicht weil die Reaktionen gestoppt haben, sondern weil sie sich gegenseitig aufheben. Das unterscheidet es von einer statischen Situation, in der gar nichts mehr passiert.

Was besagt das Prinzip von Le Chatelier?

Wenn ein System im Gleichgewicht durch eine äußere Änderung gestört wird (Konzentration, Druck, Temperatur), verschiebt es sich in die Richtung, die dieser Störung entgegenwirkt. Beispiel: Erhöht man den Druck bei N2 + 3 H2 ⇌ 2 NH3, verschiebt sich das GG nach rechts, weil dort weniger Gasteilchen sind. Details: Le Chatelier (2.11).

Was ist die Gleichgewichtskonstante Kc und was sagt sie aus?

Das Massenwirkungsgesetz definiert Kc als Verhältnis der Gleichgewichtskonzentrationen von Produkten zu Edukten (jeweils potenziert mit den Stöchiometriefaktoren). Kc > 1 → Gleichgewicht liegt auf der Produktseite; Kc < 1 → Gleichgewicht liegt auf der Eduktseite. Kc ändert sich nur mit der Temperatur, nicht mit den Konzentrationen. Details: Massenwirkungsgesetz (2.12).

Warum werden bei der Ammoniaksynthese Kompromissbedingungen gewählt?

Die Ammoniaksynthese N2 + 3 H2 ⇌ 2 NH3 ist exotherm. Niedrige Temperaturen begünstigen nach Le Chatelier die Produktbildung (höhere Ausbeute), aber die Reaktion wird sehr langsam. Hohe Temperaturen beschleunigen die Reaktion, senken aber die Ausbeute. In der Technik wählt man einen Kompromiss: ~450 °C, ~200 bar, Fe-Katalysator. Details: Ammoniaksynthese (2.15).

Wie unterscheiden sich Konzentrations-, Druck- und Temperaturänderung auf das Gleichgewicht?

Konzentrationsänderung: Verschiebt das GG, ändert Kc nicht. Druckerhöhung: Verschiebt das GG zur Seite mit weniger Gasteilchen, ändert Kc nicht. Temperaturerhöhung: Verschiebt das GG in Richtung der endothermen Reaktion und ändert Kc. Details: Gleichgewichtsverschiebung (2.10).

Lernkarten – Chemisches Gleichgewicht

Klicke auf eine Karte, um die Antwort zu sehen.

1

Was bedeutet „dynamisches Gleichgewicht"?

Hin- und Rückreaktion laufen gleich schnell ab. Konzentrationen konstant – aber die Reaktionen laufen weiter.

2

Was passiert laut Le Chatelier, wenn man einem Gleichgewicht Edukte hinzufügt?

Das GG verschiebt sich nach rechts (in Richtung Produkte), um die Konzentrationserhöhung zu verringern.

3

Wie lautet das Massenwirkungsgesetz für A + 2 B ⇌ C?

Kc = c(C) / (c(A) · c(B)²)
Produkte im Zähler, Edukte im Nenner, Stöchiometriefaktoren als Exponenten.

4

Warum erhöht hoher Druck die Ausbeute bei der Ammoniaksynthese?

Auf der Eduktseite: 1 N2 + 3 H2 = 4 Mol Gas.
Auf der Produktseite: 2 NH3 = 2 Mol Gas.
Hoher Druck → GG zur Seite mit weniger Mol → rechts.

5

Ändert ein Katalysator die Lage des Gleichgewichts?

Nein. Ein Katalysator beschleunigt Hin- und Rückreaktion gleichermaßen → das Gleichgewicht wird schneller erreicht, aber Kc bleibt unverändert.

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