Indikatoren

  • 3.2 Ammoniak-Gas + Wasser

    Was du auf dieser Seite lernst

    Ammoniak ist ein Gas, das sich außergewöhnlich gut in Wasser löst – das zeigt der Springbrunnenversuch eindrucksvoll. Du lernst, wie Ammoniak mit Wasser nach der Brønsted-Theorie reagiert (Protolyse), warum dabei eine basische Lösung entsteht, und verstehst im Exkurs, warum Sprudelwasser sauer ist und wie man daraus den pH-Wert berechnet.

    Grundlagen aus der 9. Klasse

    Die Grundlagen zur Brønsted-Theorie (Protonendonator / Protonenakzeptor) hast du bereits in der 9. Klasse kennengelernt: → Brønsted-Theorie (Kl. 9) · → Säure-Base-Reaktionen (Kl. 9)

    3.2 Ammoniak-Gas + Wasser (Springbrunnen 2)

    a) Versuch

    Springbrunnenversuch mit Ammoniak-Gas: NH3 löst sich in Wasser, Unterdruck entsteht im Rundkolben, Wasser steigt auf, Universalindikator färbt sich blau (basische Lösung)

    ↑ Zum Vergrößern klicken

    Springbrunnenversuch Ammoniak – vergrößert: Unterdruck durch Lösung von NH3 in Wasser

    b) Beobachtung

    Das Wasser „schießt" bergauf in den Rundkolben. Die Indikatorfarbe schlägt nach blau um. Die blaue wässrige Lösung riecht nach Ammoniak.

    c) Erklärung

    Ammoniak-Gas löst sich sehr gut in Wasser und reagiert teilweise mit Wasser. Im Kolben entsteht durch das Lösen des Gases ein starker Unterdruck. Die entstehenden Hydroxid-Ionen (OH⁻) färben den Universalindikator blau.

    d) Reaktionsgleichung (mit Strukturformeln und Summenformeln)

    Versuche die Gleichung erst selbst zu formulieren!

    Lösung: Reaktionsgleichung anzeigen

    Protolyse von Ammoniak mit Wasser: NH3 + H2O ⇌ NH4+ + OH- mit Strukturformeln und Summenformeln, Protonenübertragung vom Wasser auf Ammoniak

    Reaktionsgleichung Protolyse Ammoniak Wasser – vergrößert

    Formuliere nun das Protolyseschema:

    Lösung: Protolyseschema anzeigen

    e) Protolyseschema

    Protolyseschema Ammoniak-Wasser: konjugierte Säure-Base-Paare NH3/NH4+ und H2O/OH-, Protonenübertragungspfeile, Brønsted-Notation

    Protolyseschema Ammoniak Wasser – vergrößert

    Exkurs: Was macht den Sprudel sauer?

    Kohlenstoffdioxid reagiert beim Lösen in Wasser im Gleichgewicht zu Kohlensäure:

    CO₂ (g) + H₂O (l) ⇌ „H₂CO₃" (aq)  – instabil (→ Erlenmeyer-Regel: zwei OH-Gruppen am selben C-Atom sind nicht beständig)

    1. Protolysestufe:  H₂CO₃ (aq) + H₂O (l) ⇌ HCO₃⁻ (aq) + H₃O⁺ (aq)

    2. Protolysestufe:  HCO₃⁻ (aq) + H₂O (l) ⇌ CO₃²⁻ (aq) + H₃O⁺ (aq)

    Nachweis der H₃O⁺-Ionen durch:

    1. Geschmack (sauer)
    2. pH-Papier
    3. pH-Meter

    Messwert: pH(Sprudel) = 5,1

    Berechnung der Oxoniumionen-Konzentration:

    pH = −lg c(H₃O⁺)

    c(H₃O⁺) = 10−pH = 10−5,1 ≈ 7,9 · 10−6 mol/L


    Auf einen Blick – die wichtigsten Aussagen

    Springbrunneneffekt

    NH₃ löst sich so gut in Wasser, dass im Kolben ein starker Unterdruck entsteht – das Wasser „schießt" nach oben in den Rundkolben.

    Protolyse (Brønsted)

    NH₃ + H₂O ⇌ NH₄⁺ + OH⁻. NH₃ ist Protonenakzeptor (Base), H₂O ist Protonendonator (Säure). Lösung basisch (pH > 7).

    Erlenmeyer-Regel

    H₂CO₃ ist instabil – zwei OH-Gruppen am selben C-Atom sind nicht beständig. H₂CO₃ zerfällt sofort in CO₂ und H₂O.

    pH-Rechnung

    pH = −lg c(H₃O⁺)  ·  c(H₃O⁺) = 10−pH
    Sprudel: pH 5,1 → c(H₃O⁺) ≈ 7,9 · 10−6 mol/L

    Häufige Fragen – Ammoniak und Wasser

    Warum steigt beim Springbrunnenversuch das Wasser von selbst auf?

    Ammoniak löst sich außergewöhnlich gut in Wasser (ca. 700 Liter NH₃ in 1 Liter Wasser bei Raumtemperatur). Sobald Wasser mit dem Ammoniak-Gas in Berührung kommt, löst sich das Gas nahezu vollständig. Der Gasdruck im Kolben fällt schlagartig ab – es entsteht ein starker Unterdruck. Der Atmosphärendruck drückt daraufhin das Wasser durch die Glasspitze nach oben in den Kolben.

    Ist NH₃ in Wasser eine Säure oder eine Base?

    Nach Brønsted ist NH₃ eine Base: Es nimmt ein Proton (H⁺) vom Wasser auf und bildet das Ammoniumion NH₄⁺. Gleichzeitig gibt Wasser ein Proton ab und wird zur konjugierten Base OH⁻. Die Reaktion verläuft als Gleichgewicht:
    NH₃ (aq) + H₂O (l) ⇌ NH₄⁺ (aq) + OH⁻ (aq)
    Da OH⁻-Ionen entstehen, ist die Lösung basisch (pH > 7), was der Universalindikator durch Blaufärbung anzeigt.

    Was bedeutet „konjugiertes Säure-Base-Paar"?

    Ein konjugiertes Säure-Base-Paar unterscheidet sich nur um ein Proton H⁺. Bei der Ammoniak-Protolyse gibt es zwei solche Paare:

    • NH₄⁺ / NH₃ – NH₄⁺ ist die Säure, NH₃ die konjugierte Base
    • H₂O / OH⁻ – H₂O ist die Säure, OH⁻ die konjugierte Base

    Das Protolyseschema stellt diese Paare mit Pfeilen dar und zeigt, in welche Richtung das Proton wandert. Mehr dazu auf der Seite → Brønsted-Theorie.

    Was ist die Erlenmeyer-Regel und wozu braucht man sie?

    Die Erlenmeyer-Regel besagt: Verbindungen, bei denen zwei Hydroxyl-Gruppen (OH) an demselben Kohlenstoffatom gebunden sind, sind instabil und wandeln sich spontan um. Kohlensäure H₂CO₃ hätte formal zwei OH-Gruppen am gleichen C-Atom – sie ist daher so instabil, dass sie sofort in CO₂ und H₂O zerfällt. Diese Regel erklärt, warum im Sprudelwasser kein stabiles H₂CO₃ vorliegt, sondern CO₂ im Gleichgewicht mit Wasser steht und dabei H₃O⁺-Ionen entstehen.

    Wie berechnet man aus dem pH-Wert die Oxoniumionen-Konzentration?

    Formel: pH = −lg c(H₃O⁺), umgestellt: c(H₃O⁺) = 10−pH

    Beispiel Sprudel mit pH = 5,1:
    c(H₃O⁺) = 10−5,1 ≈ 7,9 · 10−6 mol/L

    Zum Vergleich: Reines Wasser hat c(H₃O⁺) = 10−7 mol/L (pH = 7). Weitere Berechnungen findest du auf der Seite → pH-Wert berechnen.

    Lernkarten – Ammoniak und Wasser

    Klicke auf eine Karte, um die Antwort zu sehen.

    1

    Warum entsteht beim Springbrunnenversuch ein Unterdruck im Kolben?

    NH₃ löst sich extrem gut in Wasser → Gas verschwindet aus der Gasphase → Druck sinkt → Unterdruck → Atmosphärendruck drückt Wasser nach oben.

    2

    Formuliere die vollständige Protolysegleichung von NH₃ mit Wasser.

    NH₃ (aq) + H₂O (l) ⇌ NH₄⁺ (aq) + OH⁻ (aq)
    NH₃ = Base (Protonenakzeptor)
    H₂O = Säure (Protonendonator)

    3

    Nenne die beiden konjugierten Säure-Base-Paare bei der Ammoniak-Protolyse.

    Paar 1: NH₄⁺ (Säure) / NH₃ (Base)
    Paar 2: H₂O (Säure) / OH⁻ (Base)

    4

    Warum ist Sprudelwasser sauer, obwohl H₂CO₃ instabil ist?

    CO₂ reagiert im Gleichgewicht mit H₂O. Auch ohne stabiles H₂CO₃ entstehen durch Protolyse H₃O⁺-Ionen (Erlenmeyer-Regel) → saure Lösung (pH ≈ 5,1).

    5

    Berechne: Ein Sprudel hat pH = 4,5. Wie groß ist c(H₃O⁺)?

    c(H₃O⁺) = 10−pH = 10−4,5 ≈ 3,2 · 10−5 mol/L

    Weiter im Kapitel Säure-Base-Reaktionen

    ← 3 Protolyse-Reaktionen (Übersicht) → 3.3 Neutralisation

    🔁 Grundlagen (Kl. 9): Säure-Base-Reaktionen (Kl. 9) · Brønsted-Theorie (Kl. 9) · Neutralisation (Kl. 9)

    📈 Vertiefung: pH-Wert berechnen · pKB-Wert (Basestärke) · Pufferlösung

  • 5. Indikatoren

    Was du auf dieser Seite lernst

    Du lernst, wie Säure-Base-Indikatoren funktionieren und warum ihr Farbumschlag beim pKS-Wert der schwachen Indikatorsäure liegt. Mit der Henderson-Hasselbalch-Gleichung berechnest du das Konzentrationsverhältnis HIn/In⁻ und bestimmst die Farbe des Indikators bei beliebigem pH. Die Farbskalen der wichtigsten Indikatoren geben dir einen schnellen Überblick.

    Grundlagen – Kursstufe Säure-Base

    Indikatoren sind Anwendungen der Henderson-Hasselbalch-Gleichung, die du auf der → Zusammenfassungsseite 4.6 hergeleitet hast. Das Prinzip des kleinsten Zwanges (Le Chatelier) wurde in der → Gleichgewichtschemie eingeführt.

    5. Indikatoren

    In der Regel ist ein Säure-Base-Indikator eine schwache, farbige organische Säure, deren korrespondierende Base eine andere Farbe hat:

    HIn + H2O In⁻ + H3O+
    Indikator-
    säure
    (Farbe 1)
    korrespond.
    Indikator-
    base
    (Farbe 2)

    Farbwechsel – Prinzip des kleinsten Zwanges

    Das Gleichgewicht reagiert auf pH-Änderungen nach dem Prinzip von Le Chatelier:

    Saure Lösung (niedriger pH)

    Hohe H3O+-Konzentration drängt das GG nach linksFarbe 1 überwiegt

    Basische Lösung (hoher pH)

    Niedrige H3O+-Konzentration drängt das GG nach rechtsFarbe 2 überwiegt

    Hinweis: Die Farben Rot/Blau sind im Tafelbild willkürlich gewählt. Andere Indikatoren ergeben andere Farben – z. B. Phenolphthalein: sauer/neutral = farblos, alkalisch = pink/magenta.


    Berechnung: Henderson-Hasselbalch-Gleichung für Indikatoren

    Mit der allgemeinen Henderson-Hasselbalch-Gleichung (→ Zusammenfassung 4.6.3) kann man für jeden pH-Wert berechnen, in welchem Verhältnis die Indikatorsäure HIn zur Indikatorbase In⁻ vorliegt:

    Herleitung Henderson-Hasselbalch für Indikatoren: KS = c(H₃O+)·c(In⁻)/c(HIn); Umformung ergibt pH = pKS + lg(c(In⁻)/c(HIn)) – Puffergleichung

    ↑ Zum Vergrößern klicken

    Henderson-Hasselbalch-Herleitung für Indikatoren – vergrößert

    Merksatz: Der Indikator schlägt um, wenn c(In⁻) = c(HIn), also wenn lg(1) = 0 → pH = pKS(HIn). Der sichtbare Umschlagbereich liegt bei pKS ± 1, weil das Auge erst ab einem 10:1-Verhältnis eine einheitliche Farbe wahrnimmt.


    Beispiel: Lackmus (pKS = 7, KS = 10−7)

    Aufgabe a) Berechne das Konzentrationsverhältnis von HIn (rot) zu In⁻ (blau) bei pH = 5!

    Lösung a): c(In⁻)/c(HIn) = KS/c(H₃O+) = 10⁻⁷/10⁻⁵ = 1/100 → Lösung erscheint rot

    ↑ Zum Vergrößern klicken

    ⇒ 100-fach höhere Konzentration an HIn → Lösung erscheint rot.

    Lösung Lackmus a) – vergrößert
    Aufgabe b) Welche Farbe hat der Lackmus-Indikator bei pH = 8?

    Lösung b): c(In⁻)/c(HIn) = 10⁻⁷/10⁻⁸ = 10/1 → Lösung erscheint blau

    ↑ Zum Vergrößern klicken

    c(In⁻)/c(HIn) = 10 → 10-facher Überschuss der Base → Lösung erscheint blau.

    Lösung Lackmus b) – vergrößert
    Aufgabe c) Welche Farbe liegt bei pH = 7 vor?

    Bei pH = pKS = 7 gilt c(In⁻) = c(HIn) → beide Formen gleich konzentriert → Mischfarbe aus Rot und Blau = Purpur/Violett.
    Das ist der Umschlagspunkt des Indikators.

    Der pH-Bereich, in dem die Farbe eines Indikators umschlägt, liegt demnach immer beim pKS-Wert der schwachen Säure HIn. Lackmus schlägt im Bereich pH ≈ pKS = 7 um (sichtbar zwischen pH 5 und pH 8).


    Farbskalen wichtiger Indikatoren

    Die Balken zeigen den Farbwechsel in Abhängigkeit vom pH-Wert (0–14). Der Umschlagbereich liegt stets bei pKS(HIn) ± 1. Das Auge nimmt eine einheitliche Farbe erst wahr, wenn ein Ion 10-fach überwiegt.

    0 2 4 6 7 8 10 12 14
    Methylorange
    Umschlag pH 3,1–4,4 · pKS ≈ 3,5
    Bromkresolgrün
    Umschlag pH 3,8–5,4 · pKS ≈ 4,7
    Methylrot
    Umschlag pH 4,4–6,2 · pKS ≈ 5,1
    Lackmus
    Umschlag pH 5–8 · pKS ≈ 7
    Bromthymolblau (BTB)
    Umschlag pH 6,0–7,6 · pKS ≈ 7,1
    Phenolphthalein
    Umschlag pH 8,2–10 · pKS ≈ 9,4
    farbl.
    sauer neutral basisch

    * Phenolphthalein: farblos unterhalb pH 8,2, pink/magenta im Bereich 8,2–10, ab pH 12 wieder farblos. Für die Säure-Base-Titration ist der Umschlag bei pH ≈ 9 besonders gut geeignet (Titration starker Säure mit starker Base). Mehr dazu: Säure-Base-Titration.


    Auf einen Blick – die wichtigsten Aussagen

    Indikator = schwache Säure

    HIn und In⁻ haben verschiedene Farben. Das Gleichgewicht verschiebt sich mit dem pH.

    Umschlagbereich

    Umschlag bei pH = pKS(HIn). Sichtbarer Bereich: pKS ± 1.

    Henderson-Hasselbalch

    pH = pKS + lg(c(In⁻)/c(HIn))
    → bestimmt Farbverhältnis bei jedem pH

    Indikatorwahl

    Indikator für Titration wählen, dessen pKS(HIn) nahe dem Äquivalenzpunkt liegt.

    Häufige Fragen – Indikatoren

    Warum zeigt ein Indikator verschiedene Farben bei verschiedenem pH?

    Ein Indikator ist eine schwache organische Säure HIn, deren Säureform und Baseform unterschiedlich gefärbt sind. Ändert sich der pH, verschiebt sich nach Le Chatelier das Gleichgewicht HIn + H2O ⇌ In⁻ + H3O+: Bei niedrigem pH (viel H3O+) überwiegt HIn (Farbe 1), bei hohem pH überwiegt In⁻ (Farbe 2). Am Umschlagspunkt (pH = pKS) sind beide gleich konzentriert → Mischfarbe.

    Welchen Indikator verwendet man für eine Titration?

    Der pKS-Wert des Indikators sollte möglichst nahe am Äquivalenzpunkt der Titration liegen. Für die Titration einer starken Säure mit einer starken Base liegt der Äquivalenzpunkt bei pH = 7 → Lackmus oder Bromthymolblau (pKS ≈ 7) sind geeignet. Für schwache Säuren liegt der Äquivalenzpunkt im Basischen → Phenolphthalein (pKS ≈ 9,4) ist besser. Mehr dazu: Säure-Base-Titration.

    Warum ist der Umschlagbereich immer pKS ± 1?

    Das menschliche Auge nimmt eine Mischfarbe erst dann als eindeutige Farbe war, wenn eine Komponente 10-fach überwiegt (c(In⁻)/c(HIn) ≥ 10 oder ≤ 1/10). Nach der Henderson-Hasselbalch-Gleichung: pH = pKS + lg(10) = pKS + 1 bzw. pH = pKS − 1. Daraus folgt der sichtbare Umschlagbereich von pKS ± 1.

    Warum ist Phenolphthalein im stark Basischen wieder farblos?

    Phenolphthalein liegt in drei Formen vor: Bei pH < 8,2 als farblose Säureform, bei pH 8,2–10 als farbige chinoide Form (pink/magenta), und bei pH > 12 wird die chinoide Form durch weiteren OH⁻-Angriff in eine ebenfalls farblose Tri-Anion-Form umgewandelt. Dieses „Ausbleichen" im stark basischen Milieu ist für Titrationen zu beachten.

    Wie berechnet man c(In⁻)/c(HIn) bei bekanntem pH?

    Aus der Henderson-Hasselbalch-Gleichung umstellen: lg(c(In⁻)/c(HIn)) = pH − pKS, also c(In⁻)/c(HIn) = 10(pH − pKS). Beispiel Lackmus (pKS = 7) bei pH = 5: c(In⁻)/c(HIn) = 10(5−7) = 10−2 = 1/100 → 100-facher Überschuss HIn → Lösung erscheint rot. Mehr Formeln: Zusammenfassung 4.6.

    Lernkarten – Indikatoren

    Klicke auf eine Karte, um die Antwort zu sehen.

    1

    Bei welchem pH-Wert schlägt ein Indikator um?

    Am Umschlagspunkt gilt c(In⁻) = c(HIn).
    pH = pKS(HIn)
    Sichtbarer Bereich: pKS ± 1

    2

    Was versteht man unter dem Umschlagbereich eines Indikators?

    Der pH-Bereich, in dem das Auge den Farbwechsel wahrnimmt.
    Liegt bei pKS ± 1, da das Auge erst bei 10:1-Verhältnis eine Reinfarbe sieht.

    3

    Wie lautet die Henderson-Hasselbalch-Gleichung für Indikatoren?

    pH = pKS + lg(c(In⁻) / c(HIn))
    Herleitung aus KS = c(H3O+)·c(In⁻)/c(HIn)

    4

    Warum ist Bromthymolblau für Neutraltitration gut geeignet?

    pKS(BTB) ≈ 7,1 → Umschlagbereich pH 6–8.
    Der Äquivalenzpunkt einer Stärkesäure-/Stärkebase-Titration liegt nahe pH 7 → BTB schlägt dort sicher um.

    5

    Rechenaufgabe: Welche Farbe hat Methylorange (pKS = 3,5) bei pH = 5?

    c(In⁻)/c(HIn) = 10(5 − 3,5) = 101,5 ≈ 32
    → In⁻ überwiegt 32-fach → gelb (Baseform von Methylorange).

    Weiter im Kapitel Säure-Base-Reaktionen (Kursstufe)

    ← Zusammenfassung pH/pOH → Säure-Base-Titration

    🔁 Grundlagen: Prinzip von Le Chatelier · Henderson-Hasselbalch-Gleichung (4.6.3)

    📌 Weiterführend: Säure-Base-Titration · Pufferlösungen

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.